Ab in den Süden

Ab in den Süden

Ab in den Süden

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Anfang des Jahres plante ich mit einem guten Freund eine Tour in den Süden. Wir fixierten nur das Datum, wo es genau hingehen sollte wollten wir gar nicht planen. Wir ließen es auf uns zukommen.
Jeder kennt es, man wartet ewig bis dann die Tour endlich startet. Es werden Woche, Tage ja und zum Schluss sogar die Stunden gezählt bis es schließlich losgeht.
Auto vollgepackt bis unters Dach.
(Am besten geht das mit der Tetris Melodie…).
Samstags Abend starteten wir dann in Richtung Südwesten.
Dass es die weiteste Tour meiner bisherigen Fischerei Laufbahn wurde war mir klar.
Aber 16-17Std. Unterwegs zu sein mit dem Auto ist schon Hardcore. Noch dazu wollten wir nicht gleich am Erstbesten Platz bleiben. Insgesamt haben wir 6 verschiedenen Plätze inspiziert. Bevor wir uns sesshaft machten.
 
Ein sehr viel versprechender und vielseitiger Platz mit Kraut, kiloweise angespühlte Muscheln, Sandbänke, Kehrströmung, Seitenarm,… Der perfekte Platz war gefunden.
Also Plätze genau anschauen, Stellen aussuchen, Futter richten, Ruten montieren, auslegen, Liege aufstellen und erstmal etwas schlafen.
In der waagrechten angekommen war das wie ein Sekundenschlaf, Augen zugefallen und weg.
Die erste Aktion war eine Barbe, welcher viele Weiter und auch Waller bis 1.60m folgten.
 
Für viele Angler ein willkommener Beifang, für mich aber weniger. da der ganze Futterplatz immer leergeräumt wurde.
Als der erste Karpfen nach kurzem harten Drill im Kescher war, waren wir sehr erleichtert. Die Bestätigung war da, dass unser Plan funktioniert. Nach dem ersten gefangen Fisch geht immer alles gleich viel leichter.
Doch es kam ganz anders.
Die Strömung wurde viel mehr sowie auch das Treibholz. Ein noch größeres Problem waren die Wildschweine, die uns in der Nacht überraschten. Da diese im Moment Junge haben könnten, beschlossen wir  den Platz zu verlassen und den Tieren ihre Ruhe zu lassen.
Also ging es morgens ans Zusammenpacken, das Schlauchboot aufs Dach und weiter ging es Fluss abwärts. Ein auf der Karte ausgesuchter Platz sollte unser nächstes Ziel sein.
Kurzer Zwischenstopp beim Kaufhaus um unseren Lebensmittel Vorrat aufzufüllen.
Am neuen Platz angekommen erstmal eine runde mit dem Boot gedreht. Ich dachte mir nur „Willkommen in der grünen Hölle Junge“. Alles voller Kraut.
Entlang vorm Schilf war wie eine Strasse, die einen halben Meter breit war. Daneben war wieder dichtes Kraut. Da wusste ich sofort, dass hier Fische langziehen mussten.
Die Ruten wurden neu montiert.
Die Mono-Shockleader wurde gegen das Snag-Leader ausgewechselt.
Leadcore mit Metal Bolt 2.0 blieb gleich sowie das Rhomb-Lead. Nur das Gewicht konnten wir auf 140g reduzieren da wir so gut wie keine Strömung mehr hatten.
Haken blieben bei 2 Ruten Xenia2 und Sha-kira1 an der Musselcare Line 45lbs.
Bei 2 Ruten wechselte ich auf unser beliebtes Ronny Rig. Was uns dann auch viele Fische brachte.
 
3 Ruten wurden auf diese „Strasse“ abgelegt. 3 Ruten in Krautlöcher verteilt. Und 2 Ruten an der Krautkante wo es in die Hauptströmung überging.
Es dauerte nicht lange da war der erste vollrun schon da. Wir fingen viele Karpfen an diesen Platz und hatten so gut wie keine Beifänge mehr. Noch dazu konnten wir die meisten Ruten auf Sicht ablegen. Wenn man alles Punktgenau und präzise abgelegen kann ist das schon was feines.
Resümee vom Trip:
*Richtig geil.
*Wir konnten tolle Flusskämpfer fangen.
*War zwar weit zu fahren, hat sich aber definitiv gelohnt.
*Und es war bestimmt nicht das letzte Mal…
Grüße aus Österreich
Thomas Fuchs

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