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EASTSIDE ADVENTURE

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Der eine sagt, es ist verrückt eine so weite Strecke für ein langes Wochenende zurück zu legen. Ich sage, Freundschaft kennt keine Kilometer!

Für ein gemeinsames Fischen machten meine Frau, meine Hündin Kira und ich uns auf den Weg in den Osten Deutschlands, um dort eine gemeinsame Session mit meinem Freund Andy zu starten. Die knapp 600km Anfahrt vergingen zwar nicht wie im Flug, aber da ich gerne Auto fahre, bereitete mir die Strecke keine Bauchschmerzen. Dennoch waren wir froh als wir dort gut und sicher ankamen, denn die Autobahnen waren alles andere als frei.

Nach einer herzlichen Begrüßung von Andy, seiner Frau Steffi und seinem Hund Lenny, machten wir uns auch gleich daran das Camp aufzubauen. Da wir das ja nun schon wirklich im Schlaf können, stand auch alles in Windeseile an seinem Platz und ich konnte mich ums Wesentliche kümmern. Die Latten mussten schließlich ins Wasser.

Etwas enttäuscht von der Nacht wachte ich am nächsten Morgen auf, ohne einen Aktion gehabt zu haben. Ich hatte am Abend nur noch zwei Ruten legen können, da die Dunkelheit einfach nicht mehr zu ließ. In diesem Gewässer musste man sehr penibel in kleinen Krautlöchern, die nicht größer als ein Fußball sind, ablegen, um seine Montage nicht auf Nimmerwiedersehen in der Krauthölle zu versenken. Gerade rieb ich mir den Schlaf aus den Augen und überlegte was falsch gelaufen sein könnte, als der RX wie von der Tarantel gestochen los schrie. Es war die Rute, die ich in einem kleinen Krautloch direkt vor der Schilfkante platziert hatte. Also doch alles richtig gemacht, dachte ich mir!

Die Fische schienen Frühaufsteher zu sein und waren in der Nacht doch eher etwas beißfaul. Mich störte das überhaupt nicht, denn was gibt es schöneres als ruhig am Wasser zu schlafen und morgens ausgeruht mit krummer Rute im Boot zu stehen?

Nach der kleinen Fotosession bestückte ich meine Rute wieder mit einem Smokey Jack Wafter und fuhr sie wieder an die besagte Stelle vor der Schilfkante. Auch für die Ruten, welche noch nicht im Einsatz waren, wurde bei Tageslicht schnell ein geeigneter Spot gefunden.

Tagsüber ließen wir es uns mit köstlichen Spezialitäten aus der Region und jeder Menge Spaß im und am Wasser gut gehen. Bei diesen Temperaturen durfte eine kleine Wasserschlacht, die ich mir mit meinem Freund Andy lieferte, natürlich auch nicht fehlen.

Auch die nächsten Tage brachten uns konstant Fisch und es kristallisierte sich tatsächlich heraus, dass die Morgenstunden eindeutig am produktivsten zu seien schienen.

Schwierig wurde es immer dann, wenn der Wind auffrischte und uns so das Ablegen der Ruten erschwerte, aber es half ja alles nichts, denn die Eisen mussten im Feuer liegen, denn an Land fängt man ja bekanntlich nichts.

Leider vergeht bei solchen Trips die Zeit immer wie im Flug und so ging auch dieses kurze Abenteuer wieder einmal zu Ende. Allerdings blickten wir auf ein erfolgreiches Wochenende zurück mit jeder Menge Spaß, guter Laune, gutem Essen, ein paar gefangenen Fischen und das alles im Beisein guter Freunde. Was will man mehr? Der Ausflug in den Osten hat sich also auf ganzer Linie gelohnt.

Das uns das dicke Ende noch bevor stand, konnten wir an dem Punkt noch nicht ahnen, denn bei der Heimreise zurück an den Bodensee, machte unser geliebter Alhambra schlapp. Bereits Hundert Kilometer nach Leipzig gab der Turbolader den Geist auf und somit war sein Schicksal besiegelt. Eine Ära ging somit zu Ende, aber wo ein Ende ist, da ist auch immer wieder ein neuer Anfang. Ich hoffe das neue Auto bringt uns mindestens an genau so viele tolle Orte in der Welt wie das Alte.

In diesem Sinne!

Andreas Filusch

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