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Bin el Ouidane – Abenteuer in Marokko

Bin el Ouidane – Abenteuer in Marokko
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Wer kennt es nicht, es ist Winter und man sitzt mit Freunden zusammen. Es wird geredet, philosophiert und geträumt, über Pläne, Ziele und Wünsche an die kommende Saison.
Vor über einem Jahr saß auch Rene Lieke mit seinen Freunden Andi und Benni in gemütlicher Runde zusammen und es wurde mal wieder über Gewässer geredet, die man gerne befischen würde.
Neben unzähligen Gewässern in Frankreich kam nach kurzer Zeit auch der Bin el Ouidane auf den Tisch.
Alle waren sich einig – einmal dem Winter in Deutschland entfliehen und an diesem See angeln, das wäre was!
Jedoch war es gerade Anfang Februar 2017 und der Großteil vom Winter war bereits geschafft. Für die Gruppe war also klar, dass sie sich noch bis nächsten Winter gedulden mussten.
Sie holten sich mit Lucas noch einen Vierten ins Boot und schon konnte die Planung losgehen. Die Flüge und das Angeln am See waren schnell gebucht und fast ein Jahr später war es dann soweit – sie flogen nach Marokko! 

Die Eindrücke und Erlebnisse die Rene und seine Kumpels dann erlebten und warum Rene sogar unerwartet und ungewollt „Vater“ wurde, erzählt er uns in der folgenden Bilderstory:

Wir waren bereit! Mit viel zu viel Gepäck (ca. 240 Kilo) und zu vielen Boilies waren wir am Flughafen angekommen.
Landeanflug auf Marrakesch: Schnell war klar, dass wir auf einem anderen Kontinent landen. Die Häuser, sowie das Klima erinnerten in keinster Weise an Europa.
Andere Länder andere Sitten! In Marokko ist es scheinbar normal unangeschnallt auf einer Ladefläche zu fahren.
Nach mehreren Stunden Fahrt quer durch Marokko kamen wir spät in der Nacht im Hotel direkt am Bin el Ouidane an. Am nächsten Morgen bot sich dann der erste Blick auf den wunderschönen See, leider bei nicht so schönem Wetter.
Wir beschlossen uns zu trennen, denn zwei Teams sind eindeutig sinnvoller als zu viert auf einem Platz zu sitzen. Benni und ich hatten unsere Zelte schnell eingeräumt und die Ruten waren zeitnah im Wasser. Wir verbringen mehrfach einige Wochen pro Jahr in Frankreich und sind daher ein eingespieltes Team.
Unsere zwei Aufpasser. Schnell haben wir uns angefreundet. Die Abhakmatte haben sich die beiden nachts auch in unserem Zelt geteilt.
Am nächsten Tag, ernüchtert ohne einen Fisch aufgewacht zu sein, bot sich wenigstens einer der wenigen sonnigen Tage dieses Trips.
Das Wetter schlug am dritten Tag bereits um und unser Spot verwandelte sich schnell in eine Schlammwüste.
Es wurde allerdings nicht nur nass, sondern auch extrem kalt. Nachts gab es Frost und Schnee. Am nächsten Morgen war alles weiß. Das Wetter schlug den Fischen gewaltig auf den Magen. Das Panorama war allerdings am frühen Morgen absolut einzigartig.
Trotz Dauerregen und Frostnächten waren wir aktiv. Wir haben die Ruten mehrfach umgelegt und täglich neu auf den Plätzen abgelegt. Sicher nicht der Größte, aber ein wichtiger Fisch, denn mein Ziel ist es, egal wohin ich fahre, einen Fisch zu fangen. Auch diesmal hat es geklappt – wir waren happy!
Doch es wartete noch eine weitere Überraschung auf uns. Nachdem wir den Fisch versorgt hatten und zurück ins Zelt kamen, trauten wir unseren Augen nicht. „Suzi“, die Hündin, hat plötzlich angefangen Welpen auf die Welt zu bringen. Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns während unseres Aufenthalts um die Kleinen und die Hündin kümmerten.
Auf Regen folgt meist Sonnenschein. Auch wenn das Ganze leider nicht so lange anhielt. Wir genossen die warmen Sonnenstrahlen und kassierten direkt den ersten Sonnenbrand des Jahres.
In Marokko muss man damit auskommen, was man hat. Einige ausgewählte Materialien, die robust sind und auf die ich mich verlassen kann, reichten mir vollkommen aus.
Am gleichen Nachmittag hatte es wieder zu Regnen angefangen. Wir saßen gerade im Zelt, als meine Rute wieder ablief. Ehrensache für mich Benni an die Rute zu lassen. So hatten wir beide einen Fisch. Das wir aber so eine schöne Perle kurze Zeit später abschöpfen würden, haben wir beide nicht erwartet.
In der kommenden Nacht, sowie dem darauffolgenden Tag, konnten wir keine Aktion mehr verbuchen. Am gesamten See wurden in den neun Nächten unserer Anwesenheit nur eine Hand voll Fische gefangen. Wir konnten also zufrieden sein, überhaupt zwei Fische gefangen zu haben. Den letzten Abend ließen wir mit einem kleinem Lagerfeuer ausklingen und genossen die letzten Stunden am See.
Am letzten Tag in Marokko wurden wir direkt vom See zum Flughafen gebracht. Auch wenn wir keine Fangorgien oder dauerhaft nasse Matten hatten, haben wir viel erlebt und gelernt und eines steht fest: Wir kommen wieder!

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