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Christian Klatt

Meine ersten anglerischen Gehversuche machte ich 1983 beim Meeresangeln in Dänemark. Beim Drill und beim Wurmaufziehen musste Papa zwar noch helfen, aber ich war für mein späteres Leben unwiderruflich geprägt. Ein Jahr später bekam ich meine erste Angel und von da an befischte ich alles was Flossen hatte. Neben der Meeresangelei an der Ostsee rückten auch Forelle, Barsch, Hecht und Weißfisch in mein Visier. Zur Karpfenangelei kam ich durch einen Schulfreund, mit dem ich seit der 5. Klasse die Schulbank drückte. Als 1990 die ersten Boilies auf dem deutschen Markt (oder eher für uns) erhältlich waren, kauften wir gemeinsam ein Kilo Vanille Boilies und deckten uns mit dem nötigen Zubehör ein. Mit Teleruten und Hair-Rig wurde nun den Karpfen nachgestellt. Wir fingen zwar Karpfen, aber meist an der mit Dosenmais bestückten Posenmontage. Zum 12. Geburtstag bekam ich dann meine erste richtige Karpfenrute (DAM X-Kev Carbon Carp) geschenkt (siehe Foto). Damit warf ich zwar weiter, fing aber dennoch meine Karpfen mit der ufernahen Posenrute. Langsam verfestigte sich bei mir die Meinung, dass die Boilieangelei völlig überbewertet sei und man damit gar nicht so gut fangen würde.

Hormonbedingt fehlte mir am Wochenende nun eh die Zeit angeln zu gehen, weil ich nun mehr an anderen Dingen interessiert war. Meine Angelei kam völlig zum Erliegen und meine Angelsachen wurden im Keller deponiert. Glücklicherweise habe ich die Sachen nicht verkauft und konnte gegen Ende der 1990er Jahre meine Ausrüstung hervorholen und wieder neu durchstarten. Ich war nun mobil und war nicht mehr auf die Fahrdienste meiner Eltern und Großeltern angewiesen. Verlernt hatte ich nichts und fing wieder meine Fische auf die altbewährte Posentaktik. Ich lernte neue Gewässer kennen und fing nun tatsächlich meinen ersten Boiliekarpfen. Der feiste 11 Pfünder übertraf alles an Kampfkraft, was ich bis dato aus dem Wasser ziehen durfte. Nun war ich heiß und ergänzte stetig meine Ausrüstung. Mit dem Anwachsen der Ausrüstung nahmen auch Erfahrung und Erfolg stetig zu. Mit Liege, Zelt usw. waren auch die Zeiten des Frierens auf unbequemen und feuchten Gartenmöbeln vorbei.

Am liebsten befische ich die Baggerseen in Wesernähe und stelle dort fast allen Fischarten nach. Mein Schwerpunkt liegt auf der Karpfenangelei, aber ich kann mich am Fang schöner Fische aller Spezies erfreuen. Ich habe das Glück direkt an meinem Hausgewässer zu wohnen und fische auch gern mal spontan für ein paar Stunden nach der Arbeit.

Die Firma MIKA kannte ich von diversen Messen und ich habe bereits einige MIKA-Produkte erfolgreich eingesetzt. Im Winter 2009 kamen mein Angelfreund Arnulf und ich auf die grandiose Idee zu einer Karpfenmesse in Assen zu fahren. Trotz Glatteis und Schneetreiben erreichten wir gesund und munter das Messegelände. Aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen war die Messe alles andere als gut besucht und so kamen wir mit Michael (Kames) ins Gespräch. Man war sich sympathisch, teilte oftmals die gleichen Ansichten und er gab uns ein Testpaket mit. Dadurch fing ich zwar nicht explosionsartig mehr, aber die Sachen funktionierten einfach perfekt; die Safety Clips zum Beispiel klippten beim Drill auf Biegen und Brechen aus, bei einer Mini-Brasse aber nicht. Wir hielten lockeren Kontakt, halfen mal bei einer Messe aus und als wir das Angebot bekamen Teamangler für MIKA zu werden, brauchten wir nicht lange zu überlegen…