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EIN GANZES HALBES JAHR!

EIN GANZES HALBES JAHR!
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Unser Teamangler Marc Fähnrich blickt auf ein halbes Jahr seines bisherigen Angeljahres zurück. Im ersten Teil seines Berichtes schaut Marc zurück nach Marokko, wo er Anfang des Jahres erfolgreich am Bin el Ouidane angelte. Außerdem gibt er werdenden Marokkoreisenden einige Tipps, um im Atlas erfolgreich zu sein. Ebenso erzählt er euch, in welchem Umfang man sich von Zuhause aus auf solch ein Abenteuer vorbereitet. Des Weiteren berichtet Marc über ein ereignisreiches Halbjahr Zuhause in Deutschland. Hierbei gibt er uns einen kleinen Einblick in seine Angelei und in sein eingesetztes Tackle.

Meinen anglerischen Saisonstart konnte ich dieses Jahr in Marokko am legendären Bin el Ouidane einläuten. Es war Anfang März als Andre und Ich zu einem Abenteuer der etwas anderen Art aufgebrochen sind. Mit dem Flieger und jeweils 68kg Sportgepäck pro Person wollten wir dem kalten, tristen Wetter entfliehen und freuten uns auf 15 Tage Angeln am Atlas.

Im Vorhinein machte ich mir große Gedanken meine Kleidung, notwendiges Tackle, Endgame und alles was man sonst so braucht sicher zu verstauen.
Sicherlich halfen mir hierbei die praktischen Mika Falteimer ungemein, um das knappe Gepäckvolumen sehr sinnvoll zu nutzen.

Nicht nur leicht sondern ebenso klein im Packmaß waren drei Falteimer schnell in meinem Koffer verstaut. Wer einmal im Marokko war weiß, dass Eimer oder Behälter aller Art absolut knapp von den Lokals kalkuliert sind. Wir entschieden uns auf Juri Island zu moven. Die Wasserfläche war erst seit wenigen Wochen wieder unter Wasser, nach monatelanger Abstinenz. Die Prognose war, dass das Wasser in den kommenden Wochen sehr schnell und stark steigen würde. Das spielte uns sehr gut in die Karten und wir fütterten täglich unsere am Anfang sehr flachen Spots mit reichlich Futter.

Zu Beginn setzte ich auf die klassische Maiskette und bekam sehr schnell Bisse von kleineren Karpfen. Durchgebunden am Blowback Rig vertraute ich auf die Crossline der Stärke 25lbs und einem Long Shank in Größe 6, wie ich finde eine sehr gute Lösung. Ich kann jedem nur empfehlen reichlich Haken und abriebfestes Vorfachmaterial mit nach Marokko zu nehmen. Die Steine und der harte, granitartige Grund fressen wortwörtlich eure Rigs innerhalb von 24 Stunden komplett auf, sodass ständig frisches Material angebunden werden muss, um erfolgreich zu sein.

Für unser Vorhaben auch nicht fehlen durfte reichlich Mono Shock Leader in den Stärken 0,60/ 0,70 mm. Wie wichtig qualitativ hochwertige und abriebfeste
Schlagschnur ist, könnt ihr sehr gut auf dem Bild erkennen. Der steinige Untergrund verlangt dem Material alles ab, also nehmt genug Schlagschnur mit an den Bin el Ouidane. Ich empfehle für einen zehntägigen Trip mindestens 300 m einzuplanen. Ich habe bemerkt, dass gerade die größeren Fische an den Steinpackungen entlangziehen und erst spät ins Mittelwasser zum Drillen aufsteigen.

Meine Tackeltasche darf niemals fehlen! Ob In- oder Ausland, ich brauche diese stets bei mir am Mann. Welcher Karpfenangeler bist du? Der Geordnete oder doch der Chaotische? Zusammenfassend ist zu sagen, dass sich gute und ausgiebige Vorbereitung bezahlt machen. So konnten Andre und Ich insgesamt 43 Fische bis über 22kg landen. Wohingegen es die gesamten anderen Angler des Sees in unserer Anwesenheit nicht einmal auf eine Handvoll Fische brachten! Jeden Tag musste ich auf andere Bedingungen reagieren. Wasserstand, Wetterwechsel oder auch die Fressphasen der Fische machten die Angelei vor Ort zu etwas ganz Besonderem, einmalig und unvergesslich!

Zurück in Deutschland setzte ich zu Beginn auf schnelle ,,Onenighter“. Ich versuchte die Fische im flachen warmen Wasser mit Hilfe der Polbrille zu lokalisieren und angelte mit wenig Futter auf die sich sonnenden Karpfen. Mit Erfolg, wie man sieht! So konnte ich diesen ganz besonderen Spiegelkarpfen bei aufgehender Sonne auf ein klassisches Blowback Rig fangen. Was ein Start in den Tag!

Das gesamte Frühjahr fischte ich mit meiner linken Rute das sogenannte Chodrig. Hierbei setzte ich auf das Chod Rig Kit von Mika. Nicht nur einfach in der
Benutzung sondern auch kinderleicht zu montieren.

Der Fangerfolg blieb nicht aus. Oftmals konnte ich nach kurzer Zeit des Angelns einen Fisch fangen. Dies war für mich nicht nur eine neue Erfahrung, sondern es war auch völlig neu für mich teilweiße nach 10 Minuten Angeln einen Biss zu generieren. Ich gebe euch den Tipp, probiert es mal aus! Mein Favorit: Chod Rig 4 cm, mit einem 60 Gramm Blei, präsentiert mit einem pinken 14 mm Pop Up.

Ende April, Anfang Mai hatte ich eine längere Durststrecke von mehreren Nächten ohne Fisch. Warum – das kann ich mir bis heute nicht richtig erklären, aber wie sagt man so schön ,,nicht jeder Tag ist Fangtag, aber jeder Tag ist Angeltag“. Umso größer war die Freude über einen wunderschönen Spiegler Anfang 20kg, der ebenso wie viele andere kleinere Fische dem Chod Rig nicht wiederstehen konnte.

In Perfektion! Nie mehr aus meiner Tackletasche wegzudenken ist der Knoten Checker von Mika. Handlich und total vielseitig lässt sich dieser bei allen Arten von Rigs einsetzen. Hier binde ich wieder einen Long Shank an einem durchgebundenen Blowback- Rig.

Für mich ist es fundamental wichtig immer mit frischen Rigs und extrem scharfen Haken zu angeln. Mein absoluter Favorit ist seit mehr als drei Jahren der Gina Long Shank. Ein großer Vorteil von den Mika-Haken ist, dass diese normale Stahlhaken ohne Beschichtung oder entsprechender Anlasszeiten (Erwärmen) sind. Die Bruchdehnung ist um ein Wesentliches höher als bei Haken anderer Firmen mit hochmoderner Beschichtung.

Wenn ich mich entscheiden würde mit welchem Rig ist bis an mein Lebensende durchangeln müsste, wäre es genau dieses Rig! Blowback mit einem Schneemann.
Simpel, kostengünstig ohne Schnick Schnack einfach genial! Oftmals binde ich solch ein Rig in weniger als 90 Sekunden.

Mitte Mai hatte ich die laichenden Fische in einem kleinen Bereich des Flachwassers gesehen. Ich entschied mich mit abgesenkten Schnüren die fast 700m mit geflochtener Schnur zu den Fischen zu überbrücken. Ich vertraute in zweiter Generation auf meinen Spulen auf die 0,18er Robustica. Abriebfest, rund geflochten und langsam sinkend sind deren Eigenschaften, die ich nicht mehr in meiner Anglerei an den großen Seen missen möchte. So konnte ich auch an einem Morgen im Mai diesen gewichtigen Schuppenkarpfen fangen. Man sieht dem Fisch die Strapazen des Laichgeschäftes förmlich an.

Abwechslungsreiches Futter ist mir gerade in den Momenten sehr wichtig, wenn die Fische nicht richtig in Fresslaune kommen möchten. Hierbei setzte ich auf klassische Grundfutterballen angerührt mit Kondensmilch und Liquid. Dies bildet unter Wasser einen wolkigen Teppich und animiert vielleicht den ein oder anderen Fisch zum fressen. Probiert es doch einfach mal aus!

In Perfektion. Nadelspitz – ein anderes Wort gibt es für diese Haken nicht! Ich kann mich noch an diese Fotosequenz erinnern, als sich meine linke Rute plötzlich mit einem Fullrun meldete. Was am anderen Ende hing, war mir bis dato nicht bewusst.

Hinter einem Bild steckt immer eine Geschichte. Ein Fisch der für mich nicht schöner sein könnte. 32.7kg! Ich war zu diesem Zeitpunkt der glücklichste Angler Europas, der Welt, keine Ahnung. Mein vierter Fisch über 30kg und mein Schwerster zugleich. Wie viele Nächte ich ohne Fisch an diesem Altgewässer verbracht habe kann ich euch gar nicht sagen, es schien alles vergessen, scheis egal!

Zusammen statt einsam. Ab und an hab ich von Larissa tatkräftige Unterstützung am Wasser. Aber dann heißt es für mich lediglich Elektromotor steuern und keschern. Wir freuten uns über einen wunderschönen Schuppenkarpfen und waren sehr glücklich über unseren gemeinsamen Fang. Es war alles perfekt!

Mono Shock Leader 2.0 hat mich noch nie im Stich gelassen und unnötigen Fischverlust verursacht! Zuhause an den Seen vertraue ich auf die dünnste Variante in 0,50 mm. In den Auslandstrips oder bei sehr harten Bedingungen schraube ich den Schnurdurchmesser auf 0,60 mm oder sogar auf 0,70 mm hoch. Stehe zu 110% hinter dieser Schlagschnur!

Geslingt – mit der Mika Weigh Sling Deluxe! Das letzte Bild meiner Bilderbuchserie aus meiner Anglerei im ersten halben Jahr 2018 möchte ich nutzen, um den großen Dank und die Wertschätzung meiner Person bei der Firma Mika Products zu Danken!

Allen Freunden, Bekannten ein wundervolles zweites Halbjahr eurer Anglerei. Lasst euch leiten von eurem Spirit und sucht nach neuen Abenteuern.

Marc Fähnrich

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